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ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
25.11.2016, 20:31 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.11.2016 20:33 von Don Rocket.)
Beitrag #61
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo zusammen,

Ich sitze gerade im Flugzeug und bin auf einem 12-stündigen Rückflug nach Hause. Jetzt habe ich schon drei Filme durch und denke über dieses und jenes nach, halt was man so macht, wenn man nicht pennen kann und auch nicht die Möglichkeit hat, mal eben in die Werkstatt zu gehen um an irgendwas rumzuschrauben oder sonstwie die Zeit sinnvoll totzuschlagen.
Vor allem aber habe ich nach einer arbeitsreichen Woche keine Lust jetzt auch noch berufliche Mails oder irgendwelche schwachsinnigen Präsentationen zu bearbeiten. Deshalb habe ich bereits heute morgen im Taxi auf dem Weg zum Flughafen und beim Warten auf das verspätete Flugzeug angefangen im Archiv dieses Forums und bei E30.de zu lesen. Dabei bin ich dann über den Renes (RS Tuner) M30 Cabrioumbau gestoßen und fand das wahnsinnig interessant.
Naja und jetzt sitze ich halt hier und bin deswegen und auch vor dem Hintergrund des Nachbarthreads mit dem Thema H-Kennzeichen für zeitgenössische Umbauten auf ein paar durchaus philosophische Gedanken gekommen.

Zunächst eine kleine Vorgeschichte: Ich habe mit Anfang 20 in den Sommer- und Semesterferien bei einem NSU-Restaurator gejobt, der für das Audi Museum in Neckarsulm arbeitet. Bei solchen Restaurationen gibt es einen klaren Leitfaden und das ist der Originalzustand; vor allem gibt es aber auch ein genau definiertes Ende des Projekts, welches dann erreicht ist, wenn alle weiteren Arbeiten nur noch dem Erhalt und der Wartung dienen.
Für mich selber habe ich fast ausschließlich Custom Bikes gebaut, also Motorräder, an denen nix beim Alten und Vieles durch selbstgebaute oder zeitgenössiche Zubehörteile ersetzt wurde. Problem war, dass die Dinger aber eigentlich nie fertig werden, weil es ja immer was zu verbessern gibt, und damit schließt sich der Kreis zu Renes Cabrio, weil man an den 65 Seiten dieses Threads ganz klar sehen kann, dass es auch bei ihm kein Ende gibt.
“A biker’s work is never done” sagen dazu die Harleyschrauber.

Da ich keine Lust darauf habe, dass dieser Thread hier auch 65 Seiten lang wird, sondern ich im Frühjahr mein Cabriorestaurierung als abgeschlossen betrachten möchte, habe ich die Entscheidung unter Anderem auch deswegen getroffen mich zu 100% an den Originalzustand zu halten.
Ich hätte wahnsinnig gerne und eigentlich viel lieber als das Cabrio einen VFL Zweitürer mit M30 Motor und zeitgenössisch sportlichem Umbau, also genau so wie in dem H-Kennzeichenthread beschrieben.
Jetzt ist mir aber kein Zweitürer, sondern ein Cabrio über den Weg gelaufen, dazu noch eines welches ohne Rost, dafür aber mit einwandfreier Historie, kompletter Dokumention, allen vier Schlüsseln und ohne irgendwelche Modifikationen, wenn auch äußerlich reichlich mitgekommen die letzten 30 Jahre überstanden hat. Sowas darf man nicht umbauen, sondern muss in meinen Augen original erhalten bleiben, auch wenn ich mit Wehmut an 3,5 L Hubraum, kardinalrotes Leder und 16 Zoll denke.

.... im nächsten Beitrag geht's weiter...
... so weiter geht's, das waren dann doch zu viele Zeichen für einen Beitrag...

Aber, und jetzt kommt die psychologische Betrachtung des Themas, ist mit diesem Entschluß auch ein schwer zu besiegender Gegner zu Boden gegangen: Es ist der kleine Mann, der niemals zufrieden ist. Der unaufhaltsam an deine Schädeldecke klopft und dir zuflüstert, was du noch an deinem Wagen verbessern kannst. Gestern waren es vielleicht noch Hartge-Felgen; hast du sie dann endlich drauf, kommt er mit Alpinas an. Ganz schlimm wird es beim Stöbern in eBay, da schlägt er nämlich ohne Vorwarnung erbarmungslos zu, etwa wenn plötzlich eine rote Lederausstattung samt Teppich formatfüllend auf dem Bildschirm erscheint.
Das gilt für wilde Umbauer genauso wie für Leute, die sich eigentlich ans Original halten, aber Ausstattungsfetischisten sind. Man denkt, man hat schon alles was die Zusatzausstattungsliste hergibt in die Karre implantiert, dann läuft einem eine original Klimaanlage mit allem Zubehör und in super Zustand über den Weg und bamm, schwingt der kleine unzufriedene Mann wieder den Hammer.

Der einzige Weg dem kleinen Mann ein Bein zu stellen ist also das Beharren auf den Originalzustand. Schöne Kreuzspeichen bei eBay – keine Chance, im 86er Prospekt finde ich nur Stahlfelgen oder Kanaldeckel. Die vorderen Radhäuser sind aber ziemlich luftig – vergiss es, das waren sie im Prospekt auch.
All die Versuchungen kann ich jetzt ganz easy mit einem Verweis auf den Originalzustand weglächeln.

Klar, kann er trotzdem mit anderen Dingen kommen, steht auf einmal klopfend an deiner Schädeldecke und sagt Sachen wie: “Der Motor ist aber dreckig, der muss mal mit Trockeneis gestrahlt werden und bei der Gelegenheit kann man den Unterboden gleich mitmachen.” Oder “Jetzt wo der Wagen so schön dasteht, könntest du ihm ja eigentlich eine Hohlraumversiegelung gönnen”.
Aber dann sage ich ihm, dass mein Cabrio kein Swizzöljunkie ist, sondern ein Auto, welches auch benutzt wird, und in dem auch meine kleinen Kinder und meine Frau mitfahren, Leute denen der Pflegezustand eines Fahrzeugs in etwa so egal ist, wie die rundumverbeulte Karosserie unseres Stadtautos.
Das Zauberwort um den kleinen Mann dabei in die Schranken zu weisen heisst also “Patina”.
Ich weiss, was es bedeuted ein Fahrzeug stets Q-Tip aseptisch rein am Start zu haben; das habe ich mit meiner Harley durch und hab da keinen Bock mehr drauf. Die Fahrzeuge werden gepflegt und sind technisch immer 1a, mehr brauch ich nicht und das hat der kleine Mann mittlerweile, wenn auch widerwillig verstanden.

Keine Ahnung, wie ihr darüber denkt, ist mir halt spontan so beim Lesen der Umbauthreads in den Sinn gekommen. Wenn ich nur daran denke, wie oft ich auf der Suche nach Optimierungen die Kohle schon bündelweise versenkt habe… aber schön isses ja trotzdem irgendwie.
Und wer weiss, vielleicht werde ich ja doch irgendwann mal schwach, wenn mir durch einen Zufall unerwartet und für kleines Geld ein Satz Alpinas über den Weg läuft…

Gruß
Dieter
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25.11.2016, 21:44
Beitrag #62
Meine Gedanken dazu:
Hallo Dieter,

da hast Du aber ausführlichst Deinen Gedanken freien Lauf gelassen. Ich sage mal so: Ein Beispiel, was mir dazu einfällt, mich selbst betreffend. Zum 18. den E30 angemeldet, und zeitnah ( weil originalgetreu sollte es stets sein ) einen kleinen Heckspoiler nachgerüstet. Dafür Neuteil gekauft, lacken lassen und ja dann habe ich tatsächlich zum Bohrer gegriffen und den Deckel perforiert, und dann den frischen Spoiler montiert, und fand es wirklich toll. Das habe ich auch bei einigen Folgeautos so gemacht. In diesem Jahr, habe ich den Spiess zu 100% um gedreht. Ich besitze seit dem Jahr 2007 einen 324d mit eben genau diesem BMW Heckspoiler.... Nachgerüstet, durch wen auch immer in den gut 20 Jahren seiner damaligen Lebensgeschichte. Ich kaufte eine NEUE!! Heckklappe, original BMW; um diesem Auto dieses in meinen Augen für einen Diesel absolut unpassende Detail wieder abzunehmen, und eben einen guten Zustand zu erzeugen.Es vergingen die Jahre 2007 bis etwa 2012, da dachte ich, hast ja noch nichts gemacht, weg mit dem Deckel, der Spoiler gehört zur Historie. Dazu muss man wissen, dass dieser Spoiler damals sogar vom TÜV eingetragen wurde, er stand selbst im originalen Fahrzeugbrief..... Nun wurde es 2016, ich wollte mit dem Heizölpanzer nach München zur 100 Jahrfeier, und dachte mir, ..... das mit dem SPoiler geht gar nicht. Also, Deckel organisiert und das DIngen tatsächlich zurückgerüstet auf ohne SPoiler. Gefällt mir super, und ist eben original ( wenigstens optisch, denn der Deckel ist ja nun nicht mehr der originale.... ) So kann es gehen, und diese Anekdote nur mal am Rande, wie irre man da in Sachen Originalität sein kann. Und vor allem auch mal den Aspekt zulassen, dass sich in zwei Jahrzehnten Vorlieben und Einstellungen zu identischen Themen eben verschieben können..... Und nun zu dem von Dir genannten: Ich bin mir sicher, dass stets die Originale am höchten beachtet und bewertet werden, und das auch in Zukunft. Solange aber die Fahrzeuge nach individuellen Wünschen optimiert und verbessert werden, darf das doch jeder im Rahmen ordentlicher handwerklicher Qualität machen, und so lange es legal ist, umso besser. Schade ist es halt dann, wenn in einer Weise in die Struktur eingegriffen wird, die nicht revidiert werden kann, oder eben nicht spurlos. So geschehen, bei meinem Avartar eta, der in den 80igern mit nem "schicken" Sonnendach "aufgewertet" wurde. Das habe ich mir 18 Jahre angesehen, und dann Tabularasa gemacht: Alternativen:
- Dach raus, zuschweissen, lacken, Himmel neu, = potentielle Wellblechhütte und nicht original
- Dach ersetzen, und wieder geschlossene Dachhaut drauf, alles andere wie vor, = sinnfrei, weil schlechter und noch nicht original
- Dach runter, Schiebedach nachrüsten, alles zusammenstricken und sich freuen = immer noch nich original, aber das wird er eh nie wieder werden können, aber eben das Beste Gesamtpaket. Und genau das habe ich gemacht, und seitdem hat mein ex Toilettendeckel E30 ein elektrische SSHD, so wie man es hätte bestellen können, ist für diesen nicht original, könnte es aber sein, was für mich die Beste ( zugegebener Maßen auch die Aufwendigste ) Alternative darstellte. Also, mag doch jeder seinen Weg finden, für Deine Denke gibt's nen " Like" ( wo ist denn hier der Fratzenbuchbutton *kopf-vor-die-Wand-hau* . Viel Freude am Fahren weiterhin!

Gruß Daniel
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen!...Außer durch noch mehr Hubraum!
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25.11.2016, 21:54
Beitrag #63
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo Dieter,

ich finde in Deinem Beitrag ziemlich viele Gedanken, die ich auch schon hatte oder immer noch habe.

Ich bleibe beim Originalzustand hauptsächlich aus dem Grund, weil es die Autos am einfachsten am Laufen hält, ohne dass die Dinger ständig halb zerlegt in der Halle stehen. Dennoch stöbere ich ständig in den online Märkten, um irgendwelches Zubehör oder einfach nachrüstbare Extras zu finden - nur um dann, wenn ich etwas gekauft habe, festzustellen, dass oft Jahre vergehen, bis ich das Zeug dann auch tatsächlich einbaue.

Aber fahren mit nem alten BMW mit richtig Leistung ist halt schon leider geil ... (ein nfl mit nem ordentlichen Motor könnte mir gut gefallen - oder ein 02 mit e30 s14 Technik etc., gut bei letzterem fehlt mir die Kohle ...)

Ich sehe schon, vermutlich wirst Du Dir noch nen zweiten e30 oder etwas vergleichbares holen ... (bei mir blieb es auch nicht bei 1 Auto Fettes Grinsen ).

Gruß
Martin
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26.11.2016, 08:27
Beitrag #64
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Erlaubt ist, was gefällt...und auch ein E30 ist nur ein Auto.

Ich persönlich kann diesen Umbauten allerdings gar nichts abgewinnen, bei der verlinkten Story gefällt mir das Auto auf dem ersten Bild am besten....Bei der Suche nach meinem E30 habe ich genug Leichen gesehen, in die ein M50 oder M30 "reingepfriemelt" oder auch eine Rückrüstung stattgefunden hat...320is mit M30B35 wieder auf Original-Motorisierung umgerüstet und trotzdem wurde das Auto nie wieder wie vorher...

Klar sind M30 und M50/M52/M54 leistungsstärkere und vielleicht auch "bessere" Motoren als ein M20. Aber mir geht es auch um das zeitgenössische Fahrgefühl. Der E30 wurde für den Einsatz mit einem M20 Motor konstruiert. Ich finde, das merkt man dem Auto auch an. Etwas viel leistungsstärkeres oder schwerer auf der Vorderachse lastendes will ich da auch gar nicht fahren.

Wenn mich diese Motorisierungen begeistern - was sie auch tatsächlich tun - dann hole ich mir auch die entsprechende Karosse dazu - sprich E34/E36/etc...

Das einzige, womit ich mich beim E30 anfreunden könnte, sind die Umbauten auf eta Basis zum 327i.

Und wenn sich jemand was zum Basteln holt...bei einem durchgerosteten NFL mit M40 ist die Erhaltungswürdigkeit natürlich anders zu beurteilen als bei einem vVFL mit M20.

Gruß Christoph
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26.11.2016, 13:29
Beitrag #65
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
(26.11.2016 08:27)checkcontrol schrieb:  oder schwerer auf der Vorderachse lastendes will ich da auch gar nicht fahren.

Als Freund des Originalen erlaube ich mir dazu folgendes anzumerken:

Der e30 kann erstaunlich viel ab und die paar KG Mehrgewicht eines m30 bspw. merkt man, bei der richtigen Einbauposition des Motors, im normalen Alltag überhaupt nicht (bin vom B6 bis zum Eigenumbau m30 schon einiges selber gefahren). Ich wage zu behaupten, dass 99,9% der Autofahrer das fahrerische Können fehlt, um einen guten m30 Umbau in einem e30 derart in den Grenzbereich fahren zu können, dass ihnen die viel genannte "Kopflastigkeit" im Vergleich zu einem m20 überhaupt auffallen kann. Auf der Rennstrecke dann noch am ehesten, aber vermutlich nicht im Alltag.

Nicht umsonst wurde gerade der e30 schon zu den damaligen Produktionszeiten für solche Aktionen sehr gerne hergenommen.

Der e30 ist einfach ein Schrauberfreundliches, dankbares Auto mit gut durchkonstruiertem Fahrwerk. Während man beim e32/e34 (habe/ hatte ich auch schon beides) gefühlt alles Nase lang irgendwas an den Achsen/Fahrwerk zu schrauben hat, um das wirklich geniale Fahrgefühl, welches diese Baureihen zu bieten haben, aufrecht zu erhalten, hat man solche Probleme beim e30 eigentlich wirklich nur alle x-zehntausend km, also wenn der übliche Verschleiß eintritt - dies gilt auch für gescheite m30 b35 Umbauten, wie mir erst vor kurzem ein Besitzer eines m30 b35 Umbaus bestätigte, dessen Auto auf die 500tkm zugeht und der auch schon an allen Doppelscheinwerfer BMW geschraubt hat bzw. solche im Besitz hatte.

Ich bin auch der Auffassung, dass man ein gutes, originales Auto am besten so erhalten soll, wie es ist, muss aber dennoch anerkennen, dass gerade der e30 eben ein ideales Auto für upgrades und Umbauten aller Art zu sein scheint - und hoffe, dass diejenigen, die so etwas machen, wissen was sie tun.Zwinker
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26.11.2016, 16:10
Beitrag #66
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Ich finde, die Mischung macht es! Es muss Originalos geben, es muss gute Umbauten geben ... und die Frickelkisten wird die Zeit raffen!

Beim E30 gefällt mir die Vielfalt: Auf der Wunschliste (ja ist denn heute schon Weihnachten?) stehen ein spartanisch ausgestatteter VVFL mit dem leichten M10, ein 325i Cabrio und ein 320is NFL ... Alles "gleich" und doch so verschieden.

Gruß,
Bernd
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27.11.2016, 21:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.11.2016 22:05 von Thoster.)
Beitrag #67
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Darf ich mal einen Gedanken in den Raum werfen. Der M50 ist meiner Meinung nach auch ein E30 Motor.
Und nur weil er nie original verbaut wurde, heißt es nicht das er nicht Zeitgenössisch ist. Der e34 wurde auch mit den alten M20 und M30 Motoren auf den Markt gebracht und bekam dann die neuen Mehrventiler. (Die schon lange in der Schublade lagen bei BMW)
Es war sicher ein kluger Schachzug den M50 erst im E36 zu verbauen, denn man hätte ihn Problemlos auch zum E30 NFL einführen können.

(Übringens hat mir BMW in den 2000er Jahren angeboten einen M50 in meinen E30 einzubauen. Mein Motor war nicht mehr so gut und M20 schon lange ab verkauft. Der M50 wurde für knapp 3000 DM ab verkauft. Wirklich war ! Die hätten mir den M50 in den E30 gebaut.)

Das Argument das der M50 zu Konstruktionszeiten des E30 nicht aktuell war stimmt, aber nicht beim NFL. Denn der M50 kam 1989 auf den Markt und hätte auch perfekt in den E30 gepasst, alleine schon wegen der mittlerweile verschäften Abgaswerte.
Und wer sich mal die Zeit nimmt und einen VVFL mit einem NFL vergleicht, der wird schnell feststellen das wir es hier mit zwei komplett unterschiedlichen Fahrzeugen zu tun haben. In meinen Augen fast schon wie E12 zu E28. Sieht bisle anders aus, sind aber Welten. Ich denke wäre die Sache mit dem E30 Touring und Vollcabrio nicht gewesen, hätte sich der E30 nicht so lange gehalten.
Auch nicht als Limo.

Mein Fazit!

In einem NFL E30 würde ich jederzeit ein M50 dem M30 bevorzugen. Mehr Leistung und Wartungsärmer.

Zum Thema pimpen.

Haben wir alle schon durch und ja der "Originalo" steckt zum Glück schon seit Kindes Alter in mir. Es muss zumindest alles Rückbaubar sein.
Experimentieren ist aber erlaubt. Ich habe mittlerweile auch zwei kleine Kinder und habe meine Autos immer als Objekte gesehen die auf die Straße gehören. Wenn ich mir was ins Haus stellen will zum Streicheln kaufe ich mir Modellautos.
Deshalb habe ich auch mein wunderschönes gut ausgestattetes E21 VFL BAUR Cabrio verkauft, weil er mir zu schade zum fahren war und ich Angst hatte die Jungs machen etwas unwiederbringlich kaputt. Deshalb stehen bei mir nur halb perfekte Auto´s.
Für die Nerven eine Wohltat.
Da das Thema Cabrio aber nicht ganz aus der Welt ist werde ich irgend wann mal wieder eines holen. Dann aber ein E 46 Cabrio. Mit Kindern einfach das bessere Auto. Und bis die groß sind ist es auch ein Klassiker.

PS: Mit Kindern würde ich sehr zur Lederausstattung raten Zwinker

3er-Club Schwabenstammtisch

Jeden letzten Samstag im Monat ab 19 Uhr
im Gasthof Rose in Ehingen/Berg bei Ulm.

HIER mitlesen zwecks Ausfahrten
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28.11.2016, 12:07
Beitrag #68
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
@Dieter
Hast du denn alle 65 Seiten auf dem Flug geschafft? Zwinker
Interessante Gedankengänge die du beschreibst.Kann ich als zweifacher Frickelbudenbesitzer sogar nachvollziehen. Smile
Aber Fettes Grinsen ,
bei solchen Sachen wie Felgen die ja in 30min rückstandslos gewechselt sind,würde ich nicht unbedingt nach der Auslieferung gehen. Erschreck
Kreuzspeichen passen nun einmal wie Arsch auf Eimer auf einen E30.Ich kann mit den Gullis absolut nichts anfangen.Höchstens als Schlauchhalter könnte man die verwenden.Aber da hab ich meine Alpinas. Totlach2 gaga

Der ursprüngliche Plan sah bei mir vor auf M20B25 umzubauen.Hatte dafür schon alles zusammengekauft.Dann lief mir aber ein unschlagbares M30-Angebot übern Weg wo ich nicht nein sagen konnte.
Der M30 macht alles eine Nummer souveräner als der B25.Gerade wenn man viel im bergigen unterwegs ist,mag ich die Kraft die der M30 von unten heraus bietet.Da kommt kein B25 mit und erst recht nicht ein B20.

Was die Anfälligkeit von Umbauten angeht,kann ich nur sagen das die nicht grösser oder kleiner ist wie mit anderen alten Blech. Bei uns sind 2 M30-Umbauten in der Halle.Ausserplanmäßige Defekte waren bei mir ein Riß in der Verteilerkappe,defekte Domlager an VA & HA sowie der Nehmerzylinder.Bei Mirko war es eine defekte Antriebswelle.Also nichts was so nicht auch bei originalem Blech passieren kann.
Ich würde auch behaupten das die Wartung beim M30 Umbau nicht mehr ist wie sonst auch.Bis auf Motorhalter und -lager und einer angepassten Abgasanlage sind nur original BMW-Teile verbaut.

Mit einer guten Fahrwerksabstimmung ist der M30 auch nicht wirklich zu merken.Mein Cabrio hat ein sehr neutrales Fahrverhalten was durch den Verbau von einstellbaren Stabis an VA & HA gelöst werden konnte.

Ich schliesse mich Bernd seiner Meinung voll an das es beides geben muss.Original wie auch umgebaut. Smile

Zum Thema M50 im E30.
Für mich der perfekte Motor,im NFL Fettes Grinsen , wenn der E30 im Alltag bewegt wird.Damit ist man recht flott unterwegs bei deutlich reduzierten Verbrauch gegenüber dem M20.
Bei mir ist seit einiger Zeit der Gedanke im Kopf mir einen E30 Touring zuzulegen und auf M50 umzubauen.Somit wäre ein Modell im Fuhrpark und der E30 ist sowas von schrauberfreundlich gegenüber dem E39.
Ich habe auch keine Bedenken einen Umbau im Alltag zu fahren.

Hach da freue ich mich schon auf die neue Saison. Sonne
Kann es kaum abwarten bis es wieder für ein WE nach Meiningen geht. Fettes Grinsen

[Bild: 0077-1hsksc.jpg]


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28.11.2016, 12:34 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2016 12:35 von Regensburger.)
Beitrag #69
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Da bin ich voll bei dir Rene!
E30 Touring mit M50/52 oder aber auch einen ixT für den Alltag ist mein Ziel.

[Bild: bmw-signatur740.png]
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08.12.2016, 14:50
Beitrag #70
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo zusammen,

Da mein Auto immer noch beim Lackierer ist, bin ich zwischenzeitlich das Thema Radioverkabelung angegangen. Ein Kabelbaum mit Blockstecker war schnell gefunden, da ich aber nicht die dünnen originalen Lautsprecherkabel verwenden möchte, müssen deren Rundsteckhülsen aus dem Stecker entfernt werden.
Jetzt gibt es ja im Zubehör für viel Geld ganz nette Auspinwerkzeuge, andere behelfen sich mit Segmenten einer alten Antenne, ich hingegen habe mich eine halbe Stunde an meine Drehbank gestellt und eine Hülse zum Zurückdrücken der Haken sowie einen Ausdrücker gedreht. Das Ganze sieht so aus:

[Bild: 20161207_175630.jpg]

[Bild: 20161207_175702.jpg]

[Bild: 20161207_175722.jpg]

Die Funktionsweise ist ganz einfach: Die Hülse wird in den entsprechenden Steckplatz geschoben und drückt dabei die Krallen oder Haken der Rundsteckhülse zusammen. Dann nimmt man den Ausdrücker, setzt diesen in die Hülse und drückt das Kabel samt Stecker aus dem Steckplatz. Das hat den Vorteil, dass man nicht am Kabel ziehen muss, sondern ganz bequem von oben drückt.

Soweit die Theorie, in der Praxis bleibt die Rundsteckhülse aber leider an ihrem Platz und lässt sich auch mit erhöhtem Kraftaufwand nicht herausschieben. Ich habe alle belegte Steckplätze probiert, es geht nicht. Allein, ich verstehe nicht warum.

Zum besseren Verständnis meiner Konstruktion, ein paar Worte zu den Maßen: Die Steckplätze im Blockstecker sind gestuft, der untere Durchmesser beträgt 4 mm, der obere, der den Kopf der Rundsteckhülse beherbergt, 4,6 mm. Deren Kopf hat einen Durchmesser von 3,9 mm.
Meine Hülse hat den Außendurchmesser 4,55 mm und 3,95 mm innen, passt also saugend in den Steckplatz und drückt den Kopf der Rundsteckhülse auch soweit zusammen, dass er eigentlich problemlos durch den unteren Teil des Steckplatzes gleiten müsste.
Der Ausdrücker hat den gleichen Durchmesser wie der Kopf der Rundsteckhülse, also 3,9 mm.

Ich stehe derzeit echt auf dem Schlauch, dachte zuerst, dass die Passungen zu eng sind und sich deswegen irgendwas verklemmt, dem ist aber nicht so. Bei eingesetzter Hülse kann man immer noch das Kabel samt Rundsteckhülse drehen und ein wenig hin und her bewegen.

Hat einer von euch eine Idee? Die Profiwerkzeuge funktionieren bis auf den Ausdrücker doch genau nach dem gleichen Prinzip. Oder gibt es noch irgendwo versteckte Krallen? Kann ich mir eigentlich schlecht vorstellen, würde meiner Meinung nach auch gar keinen Sinn ergeben.
Hat jemand vielleicht eine scharfe Großaufnahme einer solchen Rundsteckhülse?

Besten Dank schon mal im Voraus!

Gruss
Dieter
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12.12.2016, 14:32
Beitrag #71
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Keiner eine Idee? Ich habe mal einen Pin rausgezogen, da ist noch eine Kralle, die sich aber leider beim Rausziehen so sehr verbiegt, dass sich ihre angestammte Funktion nicht mehr rekonstruiren lässt.

Was mir sehr helfen würde, wäre eine Detailaufnahme des BMW Auspinwerkzeugs, falls jemand von euch sowas hat.

Wo ist überhaupt der Anderl? Leider seit fast drei Monaten offline. Oder jemand wie Georg-M3 aus dem E30-Talk? Die könnte mir bestimmt auch sagen, wie man die 4 Ohm BMW Hochtöner mit aktuellen 8 Ohm Lautsprechern kombiniert Smile
Zur Not kann ich's ja mal mit einer PN probieren.

Gruß
Dieter
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12.12.2016, 21:39
Beitrag #72
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo dieter, der Stecker hat noch eine Verriehelung, die sicher stellt, dass die PINS nicht rausfallen können. Die muss zuvor entriegelt werden, und dann kannst Du das werkzeug wie Du es gebaut hast auch benutzen.

Gruß Daniel
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14.12.2016, 09:29
Beitrag #73
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo Daniel,

besten Dank für deine Antwort, aber leider bin ich immer noch nicht weiter.
Kannst du das mit der Verriegelung vielleicht etaws präzisieren? Ist diese von vorne oder hinten, also dort wo die Kabel abgehen, zugänglich? Und wie oder mit was muss man do wo drücken?
Ich habe schon mit allem Möglichen darin rumgestochert, aber solange ich die Funktion dieser Kralle nicht verstanden habe, bringt das alles nichts.

Gruß
Dieter
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17.12.2016, 20:29
Beitrag #74
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Heute kurz mit Daniel telefoniert: Man muss den Drecks-Stecker komplett zerlegen, dann geht Alles ganz easy... das Werkzeug funktioniert einwandfrei.

Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen *kopf-vor-die-Wand-hau*

[Bild: 20161217_163925.jpg]

Danke nochmal für die schnelle Hilfe, top!

Gruß
Dieter
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17.12.2016, 21:20
Beitrag #75
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Mein Bruder war heute mal kurz beim Lackierer und hat ein paar Photos gemacht. Der Wagen wird gerade wieder zusammengebaut.
Ich denke, die haben gut gearbeitet, zumal statt abzukleben die Teile abgebaut wurden (Türen, Motorhaube, Windschutzscheibe, etc.).

[Bild: IMG-20161217-WA0000.jpg]

[Bild: IMG-20161217-WA0001.jpg]

[Bild: IMG-20161217-WA0002.jpg]

[Bild: IMG-20161217-WA0003.jpg]

[Bild: IMG-20161217-WA0004.jpg]

[Bild: IMG-20161217-WA0005.jpg]

Wenn alles glatt läuft, kann ich das Auto zwischen Weihnachten und Neujahr abholen und für ein neues Verdeck zum Sattler bringen.

Ich habe allerdings keine Eile. Bis Pfingsten habe ich noch Zeit, dann geht es nach Biarritz, Südfrankreich, Atlantikküste. Mein Schwager heiratet und der Wagen hat dort seinen ersten großen Auftritt.

Gruß
Dieter
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17.12.2016, 22:10
Beitrag #76
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Schön geworden!
Die Schweller werden aber wieder schwarz, oder?
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17.12.2016, 22:27
Beitrag #77
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo,
auch von mir Respekt und Anerkennung, ein tolles Auto!!!

BMW Diesel alltags, BMW //M Performance am Wochenende, BMW Roadster sonn(ig)tags
Viele Grüße, Peter
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18.12.2016, 21:35
Beitrag #78
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
(17.12.2016 22:10)Martin schrieb:  Schön geworden!
Die Schweller werden aber wieder schwarz, oder?
Hallo Martin, du Luchs Zwinker

Aber sicher doch, Schweller und Reserveradmulde kommen noch mattschwarz mit Unterbodenschutzstruktur, oder wie auch immer das heisst.


(17.12.2016 22:27)Peter schrieb:  Hallo,
auch von mir Respekt und Anerkennung, ein tolles Auto!!!

Hallo Peter,

besten Dank an den ehemaligen Besitzer des Referenzzustandcabrios Fettes Grinsen
Ich habe es ja leider nie persönlich in Augenschein nehmen können, aber die wenigen Bilder, die hier im Forum noch kursieren, sprechen für sich!

Viele Grüße
Dieter
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23.12.2016, 14:47
Beitrag #79
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
Hallo Dieter,

gratuliere zu Deinem Schmuckstück! Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt.

Viele Grüße
Bernd
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23.12.2016, 17:56
Beitrag #80
RE: ein französisches Überschwemmungsopfer wird wieder fit
(23.12.2016 14:47)E30 Cabrio schrieb:  Hallo Dieter,

gratuliere zu Deinem Schmuckstück! Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt.

Viele Grüße
Bernd

Hallo Bernd,

vielen Dank, aber noch sind wir nicht über den Berg.

Mechanik, Karosserie und Innenraum sind gemacht, alles nächstes geht's ans Verdeck. Und wenn der Wagen dann wieder bei mir steht, kümmere ich mich noch um die berühmten Kleinigkeiten, die gerne vergessen werden, aber den Unterschied zwischen "der sieht gut aus" und "der ist aber wirklich gut" machen (Sitzdämpfer tauschen, Radio vernünftig verkabeln, ausgeblichene Kunstoffteile erneuern oder aufbereiten, kaputten Schaltsack ersetzen, etc).

Schöne und vor allem friedliche Festtage!
Gruß
Dieter
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